Hallo, ich bin Marta!

Ich bin eine Brücke

Der Mensch als Kind bildet eine Brücke zwischen seinen Eltern. Dieses Lebensgefühl kennt eigentlich jeder. Aus diesem Grundgedanken heraus stellte sich die folgende Frage wiederkehrend im Laufe meines Lebens:

Was ist eine Brücke?

Die Brücke als Sinnbild des Lebens drückt das Erleben von Hier und Drüben, von Materiellem und Geistigem aus und, dass es zwischen beiden eine Verbindung gibt oder sie gebaut werden muss. Die Gegensätze fließen ineinander und wandeln sich dabei gegenseitig um.

Das Bild der Brücke drückt das ganze Leben aus. Jeder Mensch steigt zu Beginn seines Lebens auf die Brücke und baut im Verlauf seine Lebensbögen von Pfeiler zu Pfeiler.

Brückenschlag – Übergangsgestaltung

Die beiden Pfeiler meiner pädagogischen Arbeit sind Philosophie und Heilpädagogik. In meiner Übergangsgestaltung werden diese Bereiche einander gegenüberstellt und gehen sie ineinander über.

Pfeiler der Sprache

Durch die Sprache wird die Lebenspolarität des Eigenen (der Muttersprache) und des Fremden (der Fremdsprache) als Teil des Bewusstseins erlebbar.

Meine Muttersprache ist Ungarisch. Die deutsche Sprache war für mich nicht nur eine Fremdsprache, sondern während meines Philosophiestudiums im Besonderen die Sprache der Philosophie. Später erlebte ich die innerliche metamorphosierende Kraft der Sprache in einer Weiterbildung für Sprachgestaltung und Drama und seit  zwanzig Jahren ist sie die Sprache meines Alltags und meiner Berufstätigkeit.

Einen Brückenschlag zu einer Sprache ermöglichen nicht nur etymologische Analyse und grammatische Einordnung, sondern das Sich – Verbinden mit Lauten und Worten durch rhythmischen Atem und Bewegung. Die Sprache ist ein lebendiges Geschehen, Ausdruck einer stetig wandelnden Bewegung.

Meine wichtigste Erfahrung über die Sprache ist, dass Gedanken, Gefühle und Willensregungen im seelischen Innenraum nachschaffend zum Ausdruck gebracht werden sollen.

Pfeiler meiner Familiengeschichte

Meine Familiengeschichte ist ein Brückenschlag zwischen Bauern und Pädagogen. Diese delegierte Lebenshaltung pflege und erlebe ich immer wieder einerseits in der Gartenarbeit, die ich sehr gerne mache, und andererseits in meiner inneren moralischen Haltung. Die Arbeit im Garten bietet die Möglichkeit der Pflanzenbetrachtung bzw. des Phänomens der Metamorphose. Jede Pflanze zeigt in ihrem Wachstum eine rhythmische Folge von Ausdehnen und Zusammenziehen ihrer Gestalt. Jede Verwandlung ist eine Art Sprung, eine Überraschung.

Pädagogische Pfeiler

Was in der Verwandlung der Pflanze in äußeren Bildern sichtbar wird, wird es vergleichbar im Innern mit pädagogischer Begleitung, Gestaltung und Entwicklung der Seelenkräfte des Menschen.

Eine innere Haltung des Fragens steht am Anfang der Selbsterkenntnis und der Selbsterziehung.  Meine Arbeit war immer ein Brückenschlag zwischen den Pfeilern der staatlichen Pädagogik und der Waldorfpädagogik, des Wissens und der Kreativität, der inneren Kraft und der inneren Offenheit.

Reisen als Brückenschlag

Ich reise gerne. Das Motto meiner Reisen stammt von Marc Aurel: „Es geht nicht darum, immer neue Länder zu bereisen, sondern die Welt mit anderen Augen zu sehen.“  Um eine andere Perspektive zu bekommen, helfen mir die Kunstwerke der großen Meister.

Warum mache ich, was ich mache?

Eine alte Legende erzählt von dem Traum eines jungen Mannes. Hinter der Ladentheke sah er einen Engel und fragte ihn hastig: „Was verkaufen Sie, mein Herr?“ – „Alles, was Sie wollen.“ Der junge Mann antwortete: „Dann hätte ich gerne eine glückliche Ehe, die bis zu unserem Lebensende glücklich bleibt; gute Freunde, die uns auf dem Lebensweg begleiten; Kinder, die sich gut entwickeln; ein Unternehmen, das immer erfolgreich ist.“ Da fiel ihm der Engel ins Wort und sagte: „Entschuldigen Sie, junger Mann, Sie haben mich verkehrt verstanden. Wir verkaufen keine Früchte hier, wir verkaufen nur den Samen.

Samen im Garten

Wir könnten unser Wesen als den Garten verstehen, in dem wir aus dem Samen, den wir bekommen haben, Pflanzen wachsen lassen, die blühen und Früchte tragen.

Ich möchte dich zu diesen Nährstoffen führen, die deinen Samen beleben und zur Entfaltung, zur Metamorphose bringen. Denn die Geschichte der Philosophie, die Ideen und die Lehren der großen Denker sind Substanzen, die den Boden deines Gartens ernähren.

Philosophie in meinem Leben

Ich war am Anfang meiner Berufstätigkeit Lehrerin für Philosophie. Später durfte ich das Lehrersein aus der heilpädagogischen Perspektive erleben. Diese Erfahrungen haben mich gelehrt, wie wichtig es ist, jeden Schüler zu kennen und von jedem ein pädagogisches Bild zu haben, um unterrichten zu können.

Diese Erkenntnis ermöglicht einen individuellen Zugang zum Menschen, einen Zugang zur Kategorie des Besonderen.

Die dritte Phase meiner Berufslaufbahn führte zur Synthese: Eine Rückkehr zur Philosophie fand durch meine Beschäftigung mit dem Lebenswerk von Helm Stierlin statt. Stierlin ist ein großer Denker, Therapeut und Arzt. Seine Gedanken über Dialektik, Sinn und Sinnsuche, Halt und Gerechtigkeit, wie auch über der Rolle der Sprache sind wichtige Pfeiler für mich und für meine Tätigkeit.

Wo mich Lebenssituationen geprägt haben

Verluste hinterließen auch in meinem Leben tiefe Spuren. Doch das Leben entfaltet sich immer in der Dynamik der Berg- und Talfahrt. Als ich eine wissenschaftliche Weiterbildung anfangen wollte, wurde mir diese nicht erlaubt. Hautnah erlebte ich, was das heißt, entweder mit den Vorgesetzten oder mit mir selber im Konflikt zu stehen.

Mit ehrlicher und wertschätzender Unterstützung meiner Kollegen und Freunde entschied ich mich für mich selbst. Trotzdem fühlte ich mich weiterhin wie in einer Zwickmühle. Nach einem Jahr Weiterbildung wurde ich krank. Ich befand mich in einer Grenzsituation, die Frage war: Gibt es noch einen Ausweg? Finde ich zurück zu meiner Gesundheit?

Suchend nach der Antwort stieß ich auf die Geschichte „Die Fröschlein in der Sahne“ von Jorge Bucay: Zwei Frösche fielen einmal in ein großes, halb mit Sahne gefülltes Fass. Die Wände des Fasses waren zu glatt, um herauszuklettern, der Rand zu hoch, um ihn aus der Sahne heraus mit einem Sprung zu überwinden. Wahrlich eine verzweifelte Lage. Der erste Frosch meinte: „Hier kann es keine Rettung mehr geben!“ und resignierte. Er ließ sich einfach absinken und ertrank. Der zweite aber überdachte zunächst seine jetzige Situation, nach reichlicher Überlegung wurde er aktiv. Er schwamm und strampelte so lange in der Sahne herum, bis diese zu Butter wurde. Nun hatte er wieder festen Boden unter den Füßen und konnte mit einem großen Satz in ein fröhliches Froschleben springen.

Für das Leben und für die Hoffnung

Ich habe mich entschieden, wie der zweite Frosch zu sein. Mit lieben Helfern, an die ich mit großer Dankbarkeit denke, fand ich meinen eigenen Weg des Umgangs mit allen Dimensionen meiner Erkrankung.

Der mit 103 Jahren verstorbene Philosoph Hans-Georg Gadamer sagte am Ende seines Lebens: „In meinem Leben hat sich in der Philosophie vieles verändert, aber eines hat sich nicht geändert, ein menschliches Leben ohne Hoffnung ist undenkbar.“

Der Gedanke, dass in uns nicht nur Krankheit, sondern gleichzeitig Gesundheit anwesend sind, öffnet die Möglichkeiten der Heilung und wir sind gefragt, welchen Beitrag wir selbst leisten, damit die gesundenden Kräfte in uns zu Entfaltung kommen können.

Meine drei wichtigsten Werte

Schau dir meine Angebote an und nimm Kontakt zu mir auf!

This post is also available in: Ungarisch