Paul wurde vor vier Jahren in Heim und Heimschule aufgenommen. Seine Eltern trafen diese Entscheidung, weil sie mit den erzieherischen Aufgaben ihres Sohnes überfordert waren. Pauls Aufnahme im Heim war eine Antwort auf ihren Hilferuf.

Paul wurde vor vier Jahren in Heim und Heimschule aufgenommen. Seine Eltern trafen diese Entscheidung, weil sie mit den erzieherischen Aufgaben ihres Sohnes überfordert waren. Pauls Aufnahme im Heim war eine Antwort auf ihren Hilferuf.

Beim frühkindlichen Autismus handelt es sich nach Müller-Wiedemann „um Störungen in den aller verschiedensten Dimensionen des Denkens, Fühlens, Sprechens und Handelns …“ (Müller-Wiedemann 2010,33).

Auf dem Gebiet des Denkens wird beim autistischen Kind das Phänomen der kognitiven Ausfälle festgestellt. Das heißt, dass das Kind eine Handlung, ein Wort, zeitliche Zusammenhänge, Veränderungen oder Ereignisse nicht verstehen kann.

Paul (der Name ist ausgedacht) war vier Jahre alt, als bei ihm die Diagnose „tiefgreifende Entwicklungsstörung im Sinne eines frühkindlichen Autismus“ festgestellt wurde. Die Beschreibung seines Zustandes hob die Stereotypien, die zwanghafte Beschäftigung mit Gegenständen, das Aneinanderreihen der Gegenstände, die fehlende Blickaufnahme und die Imitation, sowie die Störung in den Bereichen sozialer Interaktion als charakteristisch hervor.

Im Herbst 1943 veröffentlichte Kanner seine Beobachtungen zu verhaltensgestörten Kindern. Er ordnete diese Beschreibungen zum Krankheitsbild frühkindlicher Autismus, dessen wichtigste Symptome sind…

Familie ist ein allgemeines Phänomen. Jeder Mensch gehört in irgendeiner Weise mindestens zu einer Familie. Diese Zugehörigkeit kommt mittelbar oder unmittelbar in allen Äußerungen zum Ausdruck – als einer der wichtigsten Bestandteile der Individualität der Person.
Helm Stierlin hat mehr als ein halbes Jahrhundert die Familie in allen relevanten Fragestellungen erforscht und in seinen Werken (mehr als 300 wissenschaftliche Publikationen und 25 Bücher) dargelegt.

Die Temperamentlehre ist ein wichtiges Fundament der Menschenkunde von Rudolf Steiner. Im Jahr 1919 schilderte er in seinen Vortragskursen den pädagogischen Wert der Erkenntnisse und Erfahrungen vom Temperament.

Im Rahmen der genetischen Persönlichkeitspsychologie wird das Fünf-Faktoren-Modell kritisch beurteilt. Es ist eine statische Persönlichkeitstheorie und wirft zunächst mal folgende Frage auf: Warum ist es wissenschaftlich oder praktisch sinnvoll, die Vielfalt der menschlichen Persönlichkeit auf die Wirksamkeit von fünf Faktoren zurückzuführen?

Gemeinsame Eigenschaft zahlreicher Definitionen der Persönlichkeit ist, dass die Bedeutung der Person vom äußerlichen, falschen, maskenartigen zum innerlichen, echten Eigenwesen reicht. Die dynamische Art des Verstehens und Interpretierens des Menschen als Individuum kennzeichnet einige der modernen Persönlichkeitstheorien.