Hans-Georg Gadamer hielt im Jahr 1988 in Neapel Vorlesungen über Heraklit in italienischer Sprache. Diese erschienen im Buch „Der Anfang des Wissens“ auf Deutsch. Gadamer stellt in seiner hermeneutischen Philosophie ein neues Bild von Heraklit dar.

Gadamer eröffnet seine Heraklit-Studien mit dem Satz: „Heraklit bleibt für jeden Denkenden eine beständige Herausforderung. [ . . .] Er ist der Dunkle geblieben“ (S. 34).

Nietzsche als Prosakünstler, Meister des Aphorismus und Philologe, schreibt im Jahr 1878 sein Werk „Die Philosophie im tragischen Zeitalter der Griechen“. Einen Teil dieser Schrift widmet er dem Philosophen Heraklit und gibt eine bewegende und inspirierende Darstellung von dessen Philosophie, zu der Nietzsche sich bekennt.

Über dem Wandbild „Die Schule von Athen“ (in der Stanza della Segnatura des Vatikans) malte Raffael ein Medaillon an die Decke, dessen Überschrift „Die Philosophie“ ist. Es ist eine Motivdarstellung des sich darunter befindlichen Gemäldes.

In dieser Arbeit möchte ich drei philosophische Bilder über Heraklit von Ephesos darstellen.